das jugendsoziale Netzwerk in Mittel- und Osteuropa

Author Archives: Jakob Ohm

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Monatsmotto Dezember 2017

„Do your best! –Sei mit vollem Einsatz und Freude bei der Sache!“

Bibelvers: Lk 2,10

“Ich verkünde euch große Freude!”

Impuls:

Vielleicht gehörst Du auch zu den Menschen, die sich jetzt schon Gedanken machen, was sie ihren Freunden und Verwandten zu Weihnachten schenken werden. Schließlich gibt es nichts schöneres, als die Freude in den Gesichtern unserer Lieben zu sehen! Wenn wir jetzt in die Adventszeit gehen, können wir uns Gedanken machen, wie wir selbst zu einem Geschenk für die Anderen werden können.  Wenn wir vollen Einsatz zeigen und unser Bestes geben, werden wir bei uns selbst und bei allen Anderen zu Boten einer Freude, die weit über die Weihnachtstage hinausreicht. Dabei können wir uns auch auf Gott verlassen. Schließlich möchte er genau das an Weihnachten machen: sich für uns schenken!

 

Jakob Ohm

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Monatsmotto November

Motto: Make a difference! – Große Ziele können wir nur gemeinsam erreichen!

Schriftwort: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!“ (Mt 18,20)

Impuls:
„Hätte ich mal besser um Hilfe gebeten!“ – Kennst du diesen Gedanken auch? Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir viel zu lange denken, dass wir alles alleine können. Und dann: es klappt nicht! Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn ich dann Menschen begegnen darf, dir mir das Gefühl geben, dass es doch klappen kann, aber: nur gemeinsam! Wenn wir uns aufeinander verlassen können, dann funktionieren viele Dinge wie von selbst und auch die großen Herausforderungen erscheinen machbar. Jesus sagt sogar: Wenn ihr eine echte Gemeinschaft bildet und den anderen helft, dann bin ich selbst bei euch! Lass uns versuchen, diese Erfahrung im nächsten Monat zu machen: gemeinsam!

Jakob Ohm

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Enthusiasmus ohne Grenzen

Nationale Jugendtreffen von socioMovens fördern europäisches Engagement

Ende August 2017 fand in Lipova, Rumänien, ein nationales Treffen mit 75 Jugendlichen statt, die in den letzten Jahren an jugendsozialen Projektwochen der Kommende Dortmund und des Vereins socioMovens e.V. teilgenommen haben. Das Treffen gehört zu einem Projekt, in Osteuropa eine jugendsoziale Bewegung zu fördern.

Talenten Raum geben
Das Wetter ist auf ihrer Seite: ein herrlicher Sommer breitet sich über dem Banat-Gebiet in West-Rumänien aus, als die 75 Jugendlichen aus verschiedenen Städten in Kleinbussen anreisen. In einem einsam gelegenen Jugendhaus in den Bergen nahe der Kleinstadt Lipova werden sie die nächsten vier Tage verbringen. Viele wissen noch nicht ganz genau, was sie erwartet. Ihre Lehrer und Priester hatten versprochen: es wird kreativ! Jeder der kann, sollte ein Instrument mitbringen. Wer keines hat, bringt einfach sich selbst und seine Talente. Nach kurzer Begrüßung ging es auch gleich los. Mitglieder der internationalen Performance Group Gen Rosso aus Italien starteten mit den Jugendlichen verschiedene kreative Workshops. Beim gemeinsamen Tanzen, Singen und Musizieren sollen die Jugendlichen spüren: Jeder hat unverwechselbare Talente – und zusammen können sie enorm viel bewegen. Die anfängliche Verunsicherung, mit allen Fähigkeiten und Talenten aktiv mit zu machen und selber gefragt zu sein, schwindet schnell. Eine ungewohnte Erfahrung für die Jugendlichen, wie etwa Luisa (18 Jahre) am Ende der Tage sagt: „Die Erfahrung, sich mit ganzem Herzen und ganzer Seele in etwas einbringen zu dürfen, war ganz neu für mich. Zusammen etwas auf die Beine zu stellen, wo jeder mitmachen kann: So sollte das ganze Leben sein!“

Jugendliche stellen sich der sozialen Frage in ihrer Stadt
Die Jugendlichen aus verschiedenen Städten haben in den letzten Jahren alle an einer der jugendsozialen Projektwochen teilgenommen, die gemeinsam von der Kommende Dortmund und socioMovens e.V. angeboten wurden. Bislang haben 500 Jugendliche seit 2013 an den 25 Projektwochen in osteuropäischen Ländern teilgenommen In diesen Projektwochen lernen die jungen Menschen, die soziale Situation in ihrer jeweiligen Heimatstadt sensibel wahrzunehmen. Sie erarbeiten sich soziales und politisches Wissen, führen Gespräche mit Vertretern der Zivilgesellschaft. Und vor allem: Sie treffen Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, reden mit ihnen über ihre Situation.

Das Angebot der Projektwochen stützt sich auf drei Säulen: Die Jugendlichen erleben Gemeinschaft, engagieren sich sozial und bekommen die Möglichkeit, ihre Erlebnisse in der spirituellen Begleitung zu reflektieren. Insbesondere die Begegnung mit armen Menschen und die spirituellen Elemente bewegen die Jugendlichen sehr. Sie motivieren, selber aktiv zu werden. Und sie lösen die Hoffnung aus, selbst auch etwas bewegen zu können. So sagt Andreea, die schon bei mehreren Projekten im Team mitgearbeitet hat: „Bei den Projekten von socioMovens spürt man einfach, dass die Werte, die vermittelt werden sollen, nicht nur auf dem Papier existieren sondern wirklich gelebt werden. Das ist ein Spirit, wie ich ihn noch nie vorher bei Jugendprojekten erlebt habe!“

Die Projektwochen stehen unter dem Motto „Giving Europe a Soul“. Europa seine Seele (wieder-)zugeben bedeutet für die Jugendlichen: Ihre eigenen Fähigkeiten zum Wohle aller einzubringen, sich stark zu machen für die Schwächsten der Gesellschaft und dem auf den Grund zu gehen, was auch über Länder- und Kulturgrenzen hinweg Europa verbindet. Auf diese Weise wollen sie das soziale Leben in ihre Heimatstädte wie Breslau, Szeged, Temeswar, Posen oder das kroatische Ludbreg, mit gestalten. Den meisten Jugendlichen ist dabei die sich ausbreitende Europa-Skepsis in ihren Ländern sehr bewusst. Dagegen wollen sie Hoffnungszeichen für eine lebenswerte, europäische Bürgergesellschaft setzen.

Nationale Jugendtreffen zur gegenseitigen Vernetzung
Wieviel Begeisterung der Einsatz für sozial Benachteiligte und für eine lebenswerte Gesellschaft hervorrufen kann zeigt die Dynamik, die sich in den letzten Jahren aus den einzelnen Projekten entwickelt hat. An einigen Orten haben sich feste Jugendgruppen gebildet, die die Erfahrung der Projektwochen in ihren Alltag hineintragen wollen. Sie haben sich Orte und Menschen gesucht, wo sie gebraucht werden und für die sie sich einsetzen können. In anderen Städten sind bereits Ansätze ähnlicher Entwicklungen zu erkennen. Um die Jugendlichen auf diesem Weg zu bestärken und um die Gruppen aus verschiedenen Städten zu vernetzen, führt die Kommende Dortmund zusammen mit dem Verein socioMovens im Sommer und Herbst 2017 Jugendtreffen auf nationaler Ebene in Ungarn, Rumänien, Polen und der Slowakei durch. Sie werden dabei von Evonik Industries und der Kommende-Stiftung beneVolens unterstützt. Für nächstes Jahr ist ein europäisches Treffen geplant. Attila, der ebenfalls schon in mehreren Projekten mitgearbeitet hat, ist sich schon sicher: „Zusammen werden wir wirklich Europa helfen, seine Seele zu finden!“

Während der Jugendtreffen erarbeiten die Jugendlichen künstlerische Darbietungen, die sie am letzten Abend in einer Show auf die Bühne bringen. Als am Abend des 30. August 2017 die Lichter auf der Bühne des städtischen Kulturzentrums in Lipova angingen und die Jugendlichen den Song „Don’t stop loving, don’t stop giving!“ (dt. Hör nie auf zu lieben, hör nie auf zu geben!“) sangen, erfasste die Begeisterung schnell die zahlreichen Zuschauer. Die Botschaft kam an: nicht auf den eigenen Vorteil zu schielen, sondern zusammen dem Gemeinwohl zu dienen. Die Dynamik dieses jugendsozialen Netzwerkes im östlichen Europa wird sicherlich weitere Kreise ziehen. Denn wie Andreea betonte: „Der Enthusiasmus der Jugendlichen kennt keine Grenzen!“.

Jakob Ohm

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Konzilspreis für Peter Klasvogt

Auszeichnung für Schirmherren von SocioMovens

Peter Klasvogt bekommt Konstanter Konzilspreis

Der „Konstanzer Konzilspreis „Preis für Europäische Begegnungen und Dialog“ geht 2017 an Prälat Dr. Peter Klasvogt. Damit würdigt das Kuratorium des Konstanzer Konzilspreis auf Vorschlag von Reinhard Kardinal Marx das umfassende europäische Engagement von Prälat Klasvogt und sein Wirken mit der Stiftung beneVolens sowie mit dem europäischen Jugendnetzwerk „socioMovens“.

Über die Auszeichnung seiner sozialethischen Arbeit für Europa zeigte sich Prälat Dr. Peter Klasvogt hocherfreut und dankte dem Kuratorium für die große Ehre. Dass der Preis ausgerechnet mit dem Konstanzer Konzil verbunden sei, auf dem vor genau 600 Jahren das Abendländische Schisma überwunden und der Boden für die Einheit Europas bereitet worden ist, berühre ihn tief, so Klasvogt in einer ersten Reaktion.

Prälat Dr. Peter Klasvogt ist seit 2006 Direktor des Sozialinstituts Kommende Dortmund sowie Direktor der Katholischen Akademie Schwerte. 2009 initiierte er die Stiftung „beneVolens. Jugend fördern. Zukunft gestalten“, die unter anderem jährlich ein deutsch-polnisches Seminar gestaltet. Das 2014 von Klasvogt gegründete internationale Netzwerk „socioMovens. Giving Europe a Soul e.V.“ führt Jugendliche aus Mittel- und Osteuropa in Projektwochen zusammen.

Laudatio von Reinhard Kardinal Marx am 05.11.2017 in Konstanz

Übergeben wird der Konzilspreis am 05.11.2017, 18.00 Uhr im Konstanzer Konzilgebäude. Die Laudatio hält Reinhard Kardinal Marx, der vom Kuratorium des Konstanzer Konzilspreises zum diesjährigen Paten benannt wurde.

 

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Monatsmotto Oktober

„Celebrate – Freu dich über den Erfolg des Anderen wie über deinen eigenen!“

Bibelvers: Ps 122,1
“Ich freute mich als man mir sagte: zum Haus des Herrn wollen wir ziehen!”

Impuls:
Wenn wir uns gemeinsam auf den Weg machen, können wir viel erreichen! Das ist eine Erfahrung, die Du vielleicht auch schon machen konntest. Das gilt besonders dann, wenn wir uns gegenseitig helfen, die Freude unter uns zu verbreiten.

In der Bibel haben die Menschen die Erfahrung gemacht, dass auch Gott immer dabei ist, wenn wir uns gemeinsam auf den Weg machen, „zum Haus des Herrn ziehen“ wie sie sagten. Das ist ein echter Grund zur Freude. Sagen wir uns doch im neuen Monat immer wieder gegenseitig wie schön es ist, gemeinsam etwas zu bewegen – unter uns und für die Armen in unserer Nähe. Und auch Gott wird dabei sein!

Jakob Ohm

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Monatsmotto September

„Take care of – behandle alle mit Respekt, jeder ist wichtig!“

Bibelstelle: Mt 25,40

„Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Impuls

„Take care!“ – das ist in der englischen Sprache eine beliebte Abschiedsformel: „Pass auf dich auf!“ oder „Mach’s gut!“. Eigentlich ein schöner Wunsch, wenn mir jemand sagt, es möge mir gut ergehen.

Unser Motto geht aber noch darüber hinaus: behandle alle mit Respekt – jeder ist wichtig! Konkret: „Dieser Mensch braucht meine Hilfe oder ein gutes Wort von mir.“ Nutzen wir die vielen Gelegenheiten, uns für andere, besonders für die  (vermeintlich) Geringen einzusetzen. Dann könnten wir überrascht feststellen, dass wir dabei auch Gott näher kommen.

Jakob Ohm

 

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Monatsmotto August 2017

„Hang in – gib nicht auf, auch wenn schwierig wird!“

Bibelstelle: Ps 80,8

„Gott, richte uns wieder auf!“

Impuls:

Manchmal hat man das Gefühl: alles wird zu viel, die anderen gehen mir eh nur auf die Nerven, und am liebsten würden wir einfach alles hinschmeißen und uns in uns selbst verkriechen. Manchmal muss man sich vielleicht auch zurückziehen, um zu sich selbst zu finden und sich neu auszurichten. Doch dann ist es wichtig, sich wieder zu öffnen, auf andere zuzugehen, sich den Herausforderungen zu stellen. Aber das ist oft gar nicht so leicht.

Da bräuchte es jemanden, der einem Mut macht, der einem die Hand reicht. Da genügt vielleicht schon der einfache Gebetsruf aus den Psalmen: „Gott, richte uns wieder auf!“ Gott wartet darauf, dass wir ihn bitten. Er wird uns helfen, nicht aufzugeben, auch wenn es schwierig wird. Und er gibt uns den Mut und die Kraft, auch anderen beizustehen, wenn sie in Not sind. Zusammen werden wir alle Hindernisse überwinden.

Peter Klasvogt

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Monatsmotto Juni 2017

„Do your best – sei mit vollem Einsatz und Freude bei der Sache!“

Bibelstelle: Apg 20,35

„In allem habe ich euch gezeigt, dass man sich der Schwachen annehmen soll, in Erinnerung an die Worte Jesu des Herrn, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.”

Impuls:

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit: man soll sich bemühen, das Beste aus den eigenen Möglichkeiten zu machen. Aber hier geht es darum, auszuprobieren, was alles an Gutem in uns steckt.

Die Bibel kann uns in diesem Monat einen „Kompass“ geben, wie wir ganz konkret etwas Gutes, unser „Bestes“, tun können: Die Schwachen in unserer Nähe in den Blick nehmen und anfangen ihnen etwas von unserer Zeit zu schenken. Dass das wirklich Freude machen kann, hast du mit Sicherheit auch schon erfahren. Diese Freude steckt an! Und ich bin sicher, wenn andere das sehen, wirst Du nicht lange allein bleiben!

Jakob Ohm

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Monatsmotto Mai 2017

„Make a difference – Große Ziele können wir nur gemeinsam erreichen!“

Bibelstelle: Joh 13,35

„Daran werden sie erkennen, dass ihr meine Jünger seid: Dass ihr einander liebt!“

Wer hat nicht große Ziele für sein Leben? Hohe Ideale, für die es sich zu kämpfen lohnt! Aber wie oft erfahren wir auch, dass alle Mühe umsonst ist, dass unser Einsatz nicht be-wirkt. „Einsam bist du klein“, so singen die Jugendlichen manchmal bei uns. Und das stimmt: Wenn ich allein etwas erreichen will, muss ich mich ziemlich anstrengen, und oft sind meine Kräfte zu klein. Aber die gute Nachricht ist: wir müssen ja gar nicht als Einzel-kämpfer für unsere eigenen Anliegen kämpfen. Suchen wir uns doch einfach Verbündete, die unsere Ideale teilen: für eine bessere Welt, für eine gerechte Gesellschaft, für mehr Respekt, Verständnis, Toleranz. Und am besten fangen wir genau damit auch untereinan-der an. Daran sollen die anderen – in der Schule, in der Nachbarschaft, bei der Arbeit – erkennen, was uns auszeichnet: dass wir in Freundschaft – oder wie Jesus sagt: in der ge-genseitigen Liebe – miteinander verbunden sind.
Das Lied, das die Jugendlichen bei uns singen, geht übrigens noch weiter: „Einsam bist du klein, aber gemeinsam werden wir Anwalt des Lebendigen (Gottes) sein.“ Ich bin fest überzeugt: Wenn wir so miteinander verbunden sind, dann werden das auch andere mer-ken und sich uns anschließen. Gott wird das gefallen. Probiert es doch mal aus!
Peter Klasvogt