das jugendsoziale Netzwerk in Mittel- und Osteuropa

Author Archives: Jakob Ohm

  • -

Monatsmotto Juni 2018

„Do your best! – sei mit vollem Einsatz und Freude bei der Sache!”

Bibelvers: 1Kor 9,24-27

„Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt! “

Impuls:

Nur noch wenige Tage, dann beginnt in Russland die Fußball-WM! 32 Mannschaften haben sich dafür qualifiziert. Jetzt geht es um die Endausscheidung, und alle werden ihr Bestes geben. Aber am Ende wird nur eine Mannschaft den Pokal gewinnen. Alle anderen werden vorher ausgeschieden sein. Aber das macht sie noch nicht zu Verlierern. Im Gegenteil! Entscheidend ist, alles zu geben, vor allem: sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Wem das gelingt, der darf durchaus als Sieger vom Platz gehen, selbst wenn das Spiel verloren geht. Es braucht also beides: sich mit ganzer Kraft für den gemeinsamen Erfolg einsetzen, aber auch mit Gelassenheit annehmen, wenn andere am Ende den Sieg davontragen. Und was für den Sport gilt, bewährt sich doch auch in allen anderen Lebensbereichen. Man kann daraus sogar ein kleines Gebet machen. Versucht es mal!

 

Gott, gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.

Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

Peter Klasvogt

  • -

Monatsmotto Mai 2018

“Make a difference – Große Ziele können wir nur gemeinsam erreichen!”

Bibelvers: Apg 4,32ff

„Die Menge derer, die gläubig geworden waren, war ein Herz und eine
Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten
alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung
Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. Es gab auch keinen unter ihnen,
der Not litt.“

Impuls
Ein hohes Ideal, das wir in der Bibel finden: „ein Herz und eine Seele“ – das mag zunächst
irgendwie unrealistisch wirken. Aber wenn wir an die eigene Familie denken: auch da mag
es Probleme geben und man muss auch nicht immer einer Meinung sein, aber wenn es
darauf ankommt hält man zusammen und hat „alles gemeinsam“. Vielleicht hast Du diese
Erfahrung auch in der Projektwoche in deiner Stadt machen können. Wenn wir in dieser
Haltung zusammenleben, dann wächst auch die Bereitschaft zu teilen und einander beizustehen
– untereinander und auch mit denen, die wirklich in Not sind.
Nehmen wir uns für den neuen Monat doch mal vor, genauer hinzuschauen, wo es möglicherweise
auch unter uns jemanden gibt, der Sorgen hat, dem es nicht gut geht oder der
auch schlicht „Not leidet“. Dadurch entsteht Freundschaft und wächst Gemeinschaft, und
wir werden erstaunt feststellen, dass wir auch mit kleiner Kraft Großes erreichen können.
Jakob Ohm

  • -

Monatsmotto April

„Celebrate – freu Dich über den Erfolg des Anderen wie über Deinen eigenen!“

 

Bibelvers: 2 Kor 1,24

„Wir sind nicht Herren über euren Glauben, sondern Diener eurer Freude!“

Impuls:
Am Bahnhof meiner Heimatstadt hatte ich neulich folgendes Erlebnis: Ich wartete auf den Zug als sich ein älterer obdachloser Mann neben mich auf die Bank setzte. Sehr zurückhaltend fragte er mich nach etwas Geld, außer ein paar Cent konnte ich ihm jedoch nichts geben. Als ich sein Gesicht sah, fiel mir plötzlich ein, dass ich ihm etwas viel Wertvolleres schenken konnte: ich wollte ihm die acht Minuten schenken, die ich hatte bis mein Zug kam. Wir kamen ins Gespräch, er erzählte wo er herkam und wie sein Alltag aussieht. Als mein Zug kam und wir uns trennten, merkte ich, dass auf seinem und meinem Gesicht so etwas wie ein Lächeln entstanden war – das Zeugnis von einem Stück gewachsener Beziehung! Im Zug dachte ich: Schade, dass dies nur eine zufällige Begegnung war. Wieviel Freude könnte ich wohl geben, wenn ich mir vornehme, regelmäßig ein wenig meiner Zeit Menschen zu schenken, die sonst niemanden haben, der ihnen zuhört? Mit sehr wenig Aufwand können wir zu Boten der Hoffnung werden und „Diener der Freude“ sein. Ich finde: ein tolles Lebensmotto – und das nicht nur in der Osterzeit!

Jakob Ohm

  • -

Monatsmotto März

„Take care of– behandle alle mit Respekt, jeder ist wichtig!”

 

Bibelvers: Mt 25,40

„Jesus sagt: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Impuls: „Respekt“ – dieses Wort benutzen wir in den unterschiedlichsten Zusammenhängen: Respekt vor Menschen mit besonderen Fähigkeiten, vor Eltern, vor großen Aufgaben… Doch was ist eigentlich mit den Menschen, die eher am Rand stehen, deren Leben sich eher im Verborgenen abspielt? Sie sind oft gar nicht in unserem Blickfeld. Ich denke da an ältere Menschen, an Menschen die wegen Geldsorgen lieber zuhause bleiben oder die einfach einsam sind. Es gibt aber auch Situationen, in denen die Versuchung groß ist, wegzusehen und nichts zu machen. Etwa wenn ein Mitschüler gemobbt wird, sei es auf dem Schulhof oder – oftmals noch verletzender, weil anonym – im Internet. Der erste Schritt, um jemanden zu respektieren ist dann oftmals ihn bewusst wahrzunehmen, seine Situation zu sehen und seine Nöte ernst zu nehmen. Dadurch überwinden wir die Gefahr der Gleichgültigkeit und geben das Signal: „Du bist mir wichtig – egal was andere sagen!“. Dieses Gefühl lässt aufleben und gibt neue Hoffnung. Und: wir dürfen uns darauf verlassen, dass wir Jesus dann ganz nah sind!

Jakob Ohm

  • -

Monatsmotto Februar

„Hang in – Gib nicht auf, auch wenn es schwierig wird!“

Bibelvers: Lk 24,29

“Bleibe bei uns“

Es müssen nicht immer die großen Probleme sein; auch die kleinen Sorgen des Alltags können einem das Leben schwer machen: Ärger in der Schule, Stress mit der Familie, vielleicht sogar ein Streit mit dem besten Freund / der besten Freundin – oder einfach auch nur Langeweile, Enttäuschung, eine innere Unzufriedenheit … Wer kennt nicht das Gefühl, dass es jetzt „einfach mal reicht“? In solchen Situationen möchte man sich zurückziehen. Man kann sich selbst nicht ausstehen und ist versucht, den Kopf hängen zu lassen. Vielleicht hilft uns dann ein kurzes Stoßgebet: „Jesus, bleib bei mir!“. Wir können es von zwei Jüngern aus der Bibel lernen. Auch sie waren enttäuscht und ohne Hoffnung, aber dann entdeckten sie, dass Jesus immer mitgeht – vor allem dann, wenn man sich einsam und verlassen fühlt. Darauf können auch wir vertrauen und die Kraft finden, nicht aufzugeben, auch wenn es schwierig wird.

  • -

Monatsmotto Januar

„Play fair – sei ehrlich mit Dir und den anderen!“

Bibselvers: Joh 15,9

„Jesus sagt: Bleibt in meiner Liebe!“

Impuls:
Der Anfang des Jahres ist die Zeit der guten Vorsätze. „Ehrlich sein“ – das gehört mit Sicherheit zu den besten Wünschen, die man sich vornehmen kann! Ehrlichkeit ohne Liebe kann aber schnell zu Verletzungen führen – sowohl wenn ich mich selbst nicht akzeptiere, als auch wenn ich zu anderen lieblos bin. Denn: Beides gehört zusammen. Ehrlichkeit hilft nur weiter, wenn sie in Liebe geäußert wird. Genauso bleibt die Liebe leer wenn wir uns nicht trauen, die Wahrheit zu sagen. Die Aufforderung Jesu muss also über allem stehen: Wenn wir in der Liebe bleiben, dann kann ein offenes und ehrliches Zusammenspiel entstehen, das weite Kreise zieht. Dann wird unser Vorsatz gelingen!

Jakob Ohm

  • -

Compact for Europe – Spenden benötigt

Europäisches Großprojekt

Im kommenden Sommer wird es in Budapest ein großes SocioMovens-Projekt geben, zu dem alle Jugendlichen der bisherigen Projektwochen eingeladen werden. Ziel ist die Stärkung unseres europäischen Netzwerks aber auch die Sensibilisierung der Jugendlichen für die sozialen Probleme unserer Zeit.

Um ein großes Projekt mit mehreren hundert Jugendlichen zu finanzieren, ist SocioMovens auf Spenden angewiesen. Spenden können sie nun ganz einfach un unkompliziert über die Crowdfundingplattform betterplace. Hier klicken, um zu betterplace zu gelangen.

Bald erfahrt ihr hier mehr über die Projektwoche.

 

  • -

Monatsmotto Dezember 2017

„Do your best! –Sei mit vollem Einsatz und Freude bei der Sache!“

Bibelvers: Lk 2,10

“Ich verkünde euch große Freude!”

Impuls:

Vielleicht gehörst Du auch zu den Menschen, die sich jetzt schon Gedanken machen, was sie ihren Freunden und Verwandten zu Weihnachten schenken werden. Schließlich gibt es nichts schöneres, als die Freude in den Gesichtern unserer Lieben zu sehen! Wenn wir jetzt in die Adventszeit gehen, können wir uns Gedanken machen, wie wir selbst zu einem Geschenk für die Anderen werden können.  Wenn wir vollen Einsatz zeigen und unser Bestes geben, werden wir bei uns selbst und bei allen Anderen zu Boten einer Freude, die weit über die Weihnachtstage hinausreicht. Dabei können wir uns auch auf Gott verlassen. Schließlich möchte er genau das an Weihnachten machen: sich für uns schenken!

 

Jakob Ohm

  • -

Monatsmotto November

Motto: Make a difference! – Große Ziele können wir nur gemeinsam erreichen!

Schriftwort: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!“ (Mt 18,20)

Impuls:
„Hätte ich mal besser um Hilfe gebeten!“ – Kennst du diesen Gedanken auch? Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir viel zu lange denken, dass wir alles alleine können. Und dann: es klappt nicht! Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn ich dann Menschen begegnen darf, dir mir das Gefühl geben, dass es doch klappen kann, aber: nur gemeinsam! Wenn wir uns aufeinander verlassen können, dann funktionieren viele Dinge wie von selbst und auch die großen Herausforderungen erscheinen machbar. Jesus sagt sogar: Wenn ihr eine echte Gemeinschaft bildet und den anderen helft, dann bin ich selbst bei euch! Lass uns versuchen, diese Erfahrung im nächsten Monat zu machen: gemeinsam!

Jakob Ohm

  • -

Enthusiasmus ohne Grenzen

Nationale Jugendtreffen von socioMovens fördern europäisches Engagement

Ende August 2017 fand in Lipova, Rumänien, ein nationales Treffen mit 75 Jugendlichen statt, die in den letzten Jahren an jugendsozialen Projektwochen der Kommende Dortmund und des Vereins socioMovens e.V. teilgenommen haben. Das Treffen gehört zu einem Projekt, in Osteuropa eine jugendsoziale Bewegung zu fördern.

Talenten Raum geben
Das Wetter ist auf ihrer Seite: ein herrlicher Sommer breitet sich über dem Banat-Gebiet in West-Rumänien aus, als die 75 Jugendlichen aus verschiedenen Städten in Kleinbussen anreisen. In einem einsam gelegenen Jugendhaus in den Bergen nahe der Kleinstadt Lipova werden sie die nächsten vier Tage verbringen. Viele wissen noch nicht ganz genau, was sie erwartet. Ihre Lehrer und Priester hatten versprochen: es wird kreativ! Jeder der kann, sollte ein Instrument mitbringen. Wer keines hat, bringt einfach sich selbst und seine Talente. Nach kurzer Begrüßung ging es auch gleich los. Mitglieder der internationalen Performance Group Gen Rosso aus Italien starteten mit den Jugendlichen verschiedene kreative Workshops. Beim gemeinsamen Tanzen, Singen und Musizieren sollen die Jugendlichen spüren: Jeder hat unverwechselbare Talente – und zusammen können sie enorm viel bewegen. Die anfängliche Verunsicherung, mit allen Fähigkeiten und Talenten aktiv mit zu machen und selber gefragt zu sein, schwindet schnell. Eine ungewohnte Erfahrung für die Jugendlichen, wie etwa Luisa (18 Jahre) am Ende der Tage sagt: „Die Erfahrung, sich mit ganzem Herzen und ganzer Seele in etwas einbringen zu dürfen, war ganz neu für mich. Zusammen etwas auf die Beine zu stellen, wo jeder mitmachen kann: So sollte das ganze Leben sein!“

Jugendliche stellen sich der sozialen Frage in ihrer Stadt
Die Jugendlichen aus verschiedenen Städten haben in den letzten Jahren alle an einer der jugendsozialen Projektwochen teilgenommen, die gemeinsam von der Kommende Dortmund und socioMovens e.V. angeboten wurden. Bislang haben 500 Jugendliche seit 2013 an den 25 Projektwochen in osteuropäischen Ländern teilgenommen In diesen Projektwochen lernen die jungen Menschen, die soziale Situation in ihrer jeweiligen Heimatstadt sensibel wahrzunehmen. Sie erarbeiten sich soziales und politisches Wissen, führen Gespräche mit Vertretern der Zivilgesellschaft. Und vor allem: Sie treffen Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, reden mit ihnen über ihre Situation.

Das Angebot der Projektwochen stützt sich auf drei Säulen: Die Jugendlichen erleben Gemeinschaft, engagieren sich sozial und bekommen die Möglichkeit, ihre Erlebnisse in der spirituellen Begleitung zu reflektieren. Insbesondere die Begegnung mit armen Menschen und die spirituellen Elemente bewegen die Jugendlichen sehr. Sie motivieren, selber aktiv zu werden. Und sie lösen die Hoffnung aus, selbst auch etwas bewegen zu können. So sagt Andreea, die schon bei mehreren Projekten im Team mitgearbeitet hat: „Bei den Projekten von socioMovens spürt man einfach, dass die Werte, die vermittelt werden sollen, nicht nur auf dem Papier existieren sondern wirklich gelebt werden. Das ist ein Spirit, wie ich ihn noch nie vorher bei Jugendprojekten erlebt habe!“

Die Projektwochen stehen unter dem Motto „Giving Europe a Soul“. Europa seine Seele (wieder-)zugeben bedeutet für die Jugendlichen: Ihre eigenen Fähigkeiten zum Wohle aller einzubringen, sich stark zu machen für die Schwächsten der Gesellschaft und dem auf den Grund zu gehen, was auch über Länder- und Kulturgrenzen hinweg Europa verbindet. Auf diese Weise wollen sie das soziale Leben in ihre Heimatstädte wie Breslau, Szeged, Temeswar, Posen oder das kroatische Ludbreg, mit gestalten. Den meisten Jugendlichen ist dabei die sich ausbreitende Europa-Skepsis in ihren Ländern sehr bewusst. Dagegen wollen sie Hoffnungszeichen für eine lebenswerte, europäische Bürgergesellschaft setzen.

Nationale Jugendtreffen zur gegenseitigen Vernetzung
Wieviel Begeisterung der Einsatz für sozial Benachteiligte und für eine lebenswerte Gesellschaft hervorrufen kann zeigt die Dynamik, die sich in den letzten Jahren aus den einzelnen Projekten entwickelt hat. An einigen Orten haben sich feste Jugendgruppen gebildet, die die Erfahrung der Projektwochen in ihren Alltag hineintragen wollen. Sie haben sich Orte und Menschen gesucht, wo sie gebraucht werden und für die sie sich einsetzen können. In anderen Städten sind bereits Ansätze ähnlicher Entwicklungen zu erkennen. Um die Jugendlichen auf diesem Weg zu bestärken und um die Gruppen aus verschiedenen Städten zu vernetzen, führt die Kommende Dortmund zusammen mit dem Verein socioMovens im Sommer und Herbst 2017 Jugendtreffen auf nationaler Ebene in Ungarn, Rumänien, Polen und der Slowakei durch. Sie werden dabei von Evonik Industries und der Kommende-Stiftung beneVolens unterstützt. Für nächstes Jahr ist ein europäisches Treffen geplant. Attila, der ebenfalls schon in mehreren Projekten mitgearbeitet hat, ist sich schon sicher: „Zusammen werden wir wirklich Europa helfen, seine Seele zu finden!“

Während der Jugendtreffen erarbeiten die Jugendlichen künstlerische Darbietungen, die sie am letzten Abend in einer Show auf die Bühne bringen. Als am Abend des 30. August 2017 die Lichter auf der Bühne des städtischen Kulturzentrums in Lipova angingen und die Jugendlichen den Song „Don’t stop loving, don’t stop giving!“ (dt. Hör nie auf zu lieben, hör nie auf zu geben!“) sangen, erfasste die Begeisterung schnell die zahlreichen Zuschauer. Die Botschaft kam an: nicht auf den eigenen Vorteil zu schielen, sondern zusammen dem Gemeinwohl zu dienen. Die Dynamik dieses jugendsozialen Netzwerkes im östlichen Europa wird sicherlich weitere Kreise ziehen. Denn wie Andreea betonte: „Der Enthusiasmus der Jugendlichen kennt keine Grenzen!“.

Jakob Ohm


Die Jugendsozialen Projektwochen der Kommende Dortmund und von SocioMovens werden unterstützt von Evonik.

 

Veranstaltungen

  1. Compact for Europe

    12. August - 17. August