Author Archives: Lennart Müller

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Monatsmotto September 2020

Jahresmotto: Vidimus! – We have seen! – Wir haben gesehen!

Schriftwort für August 2020: Mt 25, 38

„Herr, wann haben wir dich nackt gesehen ?“

Impuls:

Ein Blick kann sehr viel auslösen. Wahrscheinlich kennst Du auch Situationen, in denen man sich von den Blicken anderer verunsichert, bedrängt oder abgeurteilt fühlt.  Und wie leicht geschieht es, dass man auf andere herabsieht. –  Ich denke insbesondere an Menschen auf der Straße, die den abschätzigen Blicken anderer schutzlos ausgesetzt sind. Wegsehen ist allerdings keine Alternative. Im Gegenteil: wir sollten genauer hinsehen: mit einem Blick des Verstehens, des Interesses, der Zuneigung. Dieses Erlebnis kann uns zu einer grundlegenden Frage des Miteinanders führen: Wie nehme ich meine Mitmenschen wahr? Welche Signale sende ich an Sie, oftmals auch ohne Worte?
Vielleicht können wir uns für diesen Monat einmal vornehmen, unseren Blick auf die Welt und die Menschen um uns herum zu verändern: Wohlwollen statt Ablehnung, Zutrauen statt Misstrauen. Ich bin sicher: Durch diesen veränderten Blick werden Beziehungen möglich, wo wir sie früher nicht vermutet hätten. Und wir dürfen uns immer darauf verlassen: Im Anderen will uns Jesus selbst begegnen – und er blickt uns immer liebevoll an.

Jakob Ohm

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Monatsmotto August 2020

Jahresmotto: Vidimus! – We have seen! – Wir haben gesehen!

Schriftwort für August 2020: Mt 25, 36

„Denn ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“

Impuls:

„Niemand ist eine Insel“ – so lautet ein bekanntes Sprichwort. Ich glaube, darin steckt sehr viel Wahrheit. Wir alle kennen die Versuchung, uns in uns selbst zu verschließen. Und vielleicht hast Du auch schon die Erfahrung gemacht, dass das Leben dadurch nur noch schwerer und trauriger wird. Es tut dann gut, wenn jemand uns aus diesem selbstgemachten Gefängnis befreit: durch ein gutes Wort, eine kleine Aufmerksamkeit oder die ernstgemeinte Frage: „Wie geht es Dir eigentlich?“.
Lasst uns versuchen Brücken zu bauen zu den Menschen, die sich vor unseren Augen in sich selbst verschließen. Diese Isolation kann schließlich oft auch durch äußere Dinge bedingt sein: Armut, Alter, eine Behinderung… Jesus selbst lädt uns ein, diese Erfahrung von Freiheit zu machen. Wir wachsen dann über uns selbst hinaus und auch untereinander enger zusammen!

Jakob Ohm

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Monatsmotto Juli 2020

Jahresmotto: Vidimus! – We have seen! – Wir haben gesehen!

Schriftwort für Juli 2020: Mt 25, 38

„Herr, wann haben wir Dich fremd und obdachlos gesehen und Dich aufgenommen?“

Impuls:

Wenn wir mit offenen Augen durchs Leben gehen, werden wir immer wieder diese Erfahrung machen: Viele Menschen haben ein schweres Leben. Sie fühlen sich in unserer Gesellschaft oft wie „Fremde“. Das gilt für Kinder aus armen Familien ebenso wie für Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen. Diese Menschen wissen nur zu gut, was es bedeutet ausgegrenzt zu sein.
Wäre es nicht wunderbar, wenn wir einen alternativen Lebensstil dazu ausprobieren würden? Wir sollten uns Gleichgesinnte suchen und mit ihnen zusammen den Ausgegrenzten sagen: „Du bist für mich kein Fremder, sondern ein Freund, eine Freundin.“ Die Menschen im Evangelium sind sogar verwundert, als Jesus ihnen sagt, dass sie ihm selbst in den ausgegrenzten Menschen begegnet sind. Wäre es nicht schön, wenn wir auch diese Erfahrung machen würden? Probieren wir es aus!

Jakob Ohm