Category Archives: Monatsmotto

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Monatsmotto Mai 2020

Jahresmotto: Vidimus! – We have seen! – Wir haben gesehen!

Schriftwort für Mai 2020: Mt 25,36

„Ich war nackt und ihr bekleidetet mich.“

Impuls:

Wohl niemand von uns hat vor ein paar Monaten gedacht, dass es so kommen wird: Unser normales Leben ist stark eingeschränkt, unsere Freunde haben wir lange nicht mehr gesehen und die Rückkehr in den Alltag lässt auch noch auf sich warten… Man könnte sagen: Wir machen gerade die Erfahrung mit leeren Händen dazustehen. Diese Erfahrung lädt aber auch zu der Frage ein: Was zählt wirklich? Vielleicht kann uns in diesen Tagen bewusst werden: Wir leben von Beziehungen und ganz leer sind unsere Hände nicht. Aus gelebten Beziehungen kann nämlich die Kraft wachsen, sich für die Würde jedes Menschen stark zu machen und in unser Umfeld die Botschaft zu bringen: Niemand soll ganz „nackt“ dastehen, vor allem nicht die Menschen, die es auch schon vor der Pandemie schwer genug hatten. Das geht sogar ganz konkret und auf Distanz: Mit einem Anruf, einer Nachricht auf WhatsApp oder einem Einkauf für einen alten Menschen in meiner Nachbarschaft… Ich bin sicher: ein Leben, das sich in Beziehungen abspielt, findet seinen Weg. Auch in schweren Zeiten. Bleiben wir verbunden!

Jakob Ohm

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Monatsmotto November‘ 19

„Play fair – Sei ehrlich mit Dir und mit den Anderen!“

Bibeltext: Ps 51,12

„Schaffe mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen beständigen Geist.“

Impuls:
Es gibt viele Situationen, in denen wir den Anforderungen anderer gerecht werden müssen. Tests in der Schule oder an der Uni gehören dazu aber auch gesellschaftliche Erwartungen was Verhalten oder Aussehen angeht. Das muss gar nicht negativ sein, denn durch Regeln wird das Zusammenleben oft erst möglich. Und trotzdem: es ist wichtig, seinem Leben einen „roten Faden“ zu geben und nicht aus dem Auge zu verlieren, was man selbst im Herzen wünscht und hofft. Das zu erkennen ist oft gar nicht einfach. Es kann helfen, wenn wir es einüben in der Gemeinschaft mit anderen, die es gut mit uns meinen und denen wir unsere Wünsche ehrlich mitteilen können. So lernen wir, unserem Leben eine Richtung zu geben und eigene Akzente zu setzen, die dann nicht auf Kosten der anderen gehen sondern auch ihr Leben schöner und reicher machen können. Und weil wir uns dabei auch auf die Unterstützung Gottes verlassen dürfen, können wir mit dem uralten Gebet aus den Psalmen bitten:  „Schaffe mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen beständigen Geist!“. Wenn wir so leben, wird aus den „roten Fäden“ unseres Lebens ein schönes und tragfähiges Netz für alle.

Jakob Ohm
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Monatsmotto Oktober’19

Do your best – sei mit vollem Einsatz und Freude bei der Sache!

Bibelvers: Apg 20,35

„Geben ist seliger als nehmen.“

Impuls:
„Gib dein Bestes!“ – Solche Ratschläge gebrauchen wir immer wieder wenn es darum geht, jemanden vor einer großen Herausforderung zu motivieren. Aber was ist das eigentlich: unser „Bestes“? Ich glaube, hier geht es nicht darum etwas Materielles beizutragen. Vielmehr heißt es, dass wir
uns selbst hineingeben sollen in die Aufgaben, die wir jeden Tag zu bewältigen haben. Sich selbst zu geben klingt vielleicht erstmal riskant und ungewohnt, aber es bringt uns in eine tiefe Verbindung mit den Anderen. Das Gute, das in jedem von uns ist, sollen wir nicht für uns behalten sondern zum Wohl unserer Mitmenschen einbringen. Wenn wir so leben, werden wir auch Verbündete finden, die mit uns ihre Talente und Fähigkeiten teilen und zusammen Großes bewegen wollen.  Gehen wir also das Risiko ein und „verschenken“ uns an die Anderen – dann können wir nur gewinnen!

Jakob Ohm