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Category Archives: Allgemein

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Monatsmotto Juni 2020

Jahresmotto: Vidimus! – We have seen! – Wir haben gesehen!

Schriftwort für juni 2020: Mt 25,36

„Denn ich war krank und ihr habt mich besucht.“

Impuls:

Eine Krankheit – und erst recht eine Pandemie – konfrontiert uns mit einer tiefen Angst: wir wollen schließlich, dass es uns und den Menschen um uns herum gut geht. Da ist es verständlich, dass wir im Moment alles dafür tun, um vor allem die besonders gefährdeten Menschen zu schützen. Wir als soziale Jugendbewegung haben in dieser Zeit eine besondere Kompetenz: wir wollen auch die tieferen Ursachen in den Blick nehmen, die bei den Menschen Leid verursachen. Man könnte sagen, dass Armut, soziale Ausgrenzung und Einsamkeit wie ein „Fieberthermometer“ für unser Zusammenleben sind. Es tut gut zu wissen, dass Jesus uns im Evangelium für dieses „Fieber“ unserer Gesellschaften eine ebenso einfache wie wirksame Medizin mitgibt: konkrete Nächstenliebe. Fangen wir direkt damit an, greifen zum Telefon und bauen eine Brücke zu einem Menschen, der dies gerade jetzt braucht. So kommen nicht nur wir selbst sondern auch die Menschen um uns herum gut durch diese besondere Zeit.


Jakob Ohm

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Monatsmotto März 2020

Jahresmotto: Vidimus! – We have seen! – Wir haben gesehen!

Schriftwort für März 2020: Mt 25,37

„Herr, wann haben wir Dich hungrig gesehen und Dir zu essen gegeben oder durstig und Dir zu trinken gegeben?“

Impuls:

Hunger und Durst – oder anders gewendet: Essen und Trinken – sind wohl die elementarsten Bedürfnisse des Menschen. Wenn man die Welt mit offenen Augen betrachtet ist es durchaus ein Grund zur Dankbarkeit, dass es in unseren Breiten kaum noch Menschen gibt, die auf Nahrung und Trinkwasser verzichten müssen. Die Menschen in Not, die uns im Alltag begegnen, sind meistens viel unauffälliger: die alte Dame, für die jeder Cent zählt oder der kleine Junge, dessen Schuhe langsam zu klein werden, weil neue Kleidung für die Familie zu teuer ist. Und ganz unsichtbar sind oft die Menschen mit einem ungestillten Hunger nach echtem Leben und wahrer Begegnung. Es gibt sie also: die Menschen die unsere offenen Augen mehr denn je brauchen. Hunger und Durst können uns auch darauf verweisen, dass wir eine tiefe Sehnsucht – einen Hunger – in uns selbst tragen. Wenn wir uns diese Sehnsucht immer wieder auch untereinander mitteilen, kann unser Herz weit werden und unsere Augen offen. Dann ist der erste Schritt gemacht, um  in den Bedürftigen unserer Zeit auch Jesus zu sehen, der unseren tiefsten Hunger nach Leben und Liebe stillen kann.

Jakob Ohm

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Jahresmotto 2020

„Vidimus – Wir haben gesehen“

Liebe Freunde unserer socioMovens-Bewegung!

Buchstäblich über Nacht sind wir in ein neues Jahr hineingegangen. Mit welchen Hoffnungen, Sorgen, Erwartungen? Die Zeit bleibt nicht stehen, und auch wir in der Zeit bleiben nicht stehen. Da ist die Frage, mit welcher Haltung, welcher Einstellung wir in die neue Zeit hineingehen. Wie sollen wir all dem Neuen, Unbekannten, Herausfordernden begegnen? Die Antwort lautet schlicht: mit offenen Augen und geschärftem Sinn. Es gibt keinen Grund, ängstlich und verzagt zu sein, denn was immer geschieht: Gott möchte auch im neuen Jahr, auf allen möglichen Wegen, auf uns zukommen, uns begleiten, an unserer Seite stehen. Und mit ihm können wir genauer hinschauen, wahrnehmen was uns begegnet und unser Mitgefühl herausfordert, unsere Leidenschaft, unser Engagement.

Ich möchte uns allen darum ein Jahresmotto vorschlagen, das wir Monat für Monat aktualisieren, konkretisieren können: Wir haben gesehen. We have seen. Oder als schlagkräftiges Motto auf Latein:Vidimus“. Wir finden dieses Wort an einer ganz entscheidenden Stelle im Evangelium, das deutlich macht, worauf es im Letzten ankommt. Das Erstaunen ist groß bei denen, die alles richtig gemacht haben: „Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben?“ (Mt 25, 37).

Bleiben wir stehen und helfen?

Man könnte meinen, das sei doch normal, dass man da nicht wegschaut, wenn andere in Not sind; dass wir einen Blick für den haben, der unsere Aufmerksamkeit und Anteilnahme braucht –  ob das nun Menschen auf der Straße sind; Kollegen oder Freunde, die um Mithilfe bitten; Mitschüler oder Studienkollegen, mit denen keiner sonst etwas zu tun haben will …

Sehen wir sie? Gehen wir vorüber – oder bleiben wir stehen, nehmen sie wahr, wenden uns ihnen zu und geben unsere Zeit, unsere Mithilfe, auch unser Geld …

Liebe Freunde, als socioMovens-Bewegung haben wir gelernt, genauer hinzuschauen, uns zu engagieren und uns gegenseitig davon zu berichten. Und wir werden vielleicht ebenso erstaunt feststellen, dass dieses Hinschauen – „Vidimus“ – auch für uns zur Glaubens- und Gotteserfahrung wird. Denn das Versprechen Jesu gilt auch heute: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).